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Gelungener Umbau der Tzschöckel-Orgel der HKM TÜ
Unter den Instrumenten der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen befindet sich eine Tzschöckel-Orgel aus der Zeit um 1970, welche - die damaligs herrschenden Tendenzen auf die Spitze treibend - sehr steil disponiert, eng mensuriert und scharf intoniert war, so dass die meisten Register in dem kleinen Raum U3 kaum zu gebrauchen waren. Die ursprüngliche Disposition lautete:
| I. Manual C-g3 | |
| Koppelflöte | 8' |
| Prinzipal | 4' |
| Blockflöte | 2' |
| Terz ab a0 | 1 3/5' |
| Mixtur | 2fach |
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II. Manual C-g3 |
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| Gedackt | 8' |
| Rohrflöte | 4' |
| Prinzipal | 2' |
| Quinte | 1 1/3' |
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Pedal C-f1 |
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| Untersatz | 16' |
| Bourdon | 8' |
| Gedecktflöte | 4' |
Im vergangenen Jahr konnte endlich Orgelbaumeister Friedrich Lieb (Bietigheim-Bissingen) mit einer Überholung der Orgel beauftragt werden, bei der es - neben der Beseitigung einiger technischer Mängel - darum ging, die Orgel mit möglichst sparsamen Mitteln klanglich umzugestalten, wobei zudem die äuß ;erst beschränkten Platzverhältnisse berücksichtigt werden mussten: Auf der Lade selbst sind nur Pfeifen bis 2'-Länge unterzubringen. Ausgehend von den Vorschlägen der Orgeldozenten entwickelte Orgelbauer Lieb ein Konzept, das in folgender Disposition resultierte:
| I. Manual C-g3 | |
| Prinzipal | 8' |
| Octave | 4' |
| Waldflöte | 4' |
| Nasat ab a0 | 2 2/3' |
| Octave | 2' |
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II. Manual C-g3 |
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| Gedackt | 8' |
| Rohrflöte | 4' |
| Blockflöte | 2' |
| Quinte | 1 1/3' |
|
Pedal C-f1 |
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| Untersatz | 16' |
| Bourdon | 8' |
| (Koppeln II/I, I/P, II/P als Tritte) | |
Das bisherige Pfeifenwerk wurde weitestmöglich wiederverwendet, die Intonation wurde allerdings gründlich überarbeitet. Die Schärfe der offenen Register wurde spürbar abgemildert, das starke Quintieren der gedeckten Register weitgehend beseitigt, die Lautstärke insgesamt abgesenkt. Es wurde eine leicht ungleichstufige Temperierung gelegt, die das Spiel in allen Tonarten zulässt.


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